Edition macOS Linux Sensor

Ein dedizierter Sensor-Knoten fürs LAN: „RoamSwitch Sensor“

RoamSwitch Sensor ist ein dedizierter LAN-Knoten, der die RoamSwitch-Endpunkte im selben LAN (Mac / Linux Client / Server Edition) von außen prüft. Er stellt fest, wie ein Host für ein anderes Gerät im LAN aussieht (offene Ports, ohne Authentifizierung erreichbare Dienste, Ansatzpunkte für laterale Bewegung), was der Host durch Selbstdiagnose prinzipiell nicht sehen kann. Zusätzlich bietet er ein Geräteinventar des LANs und die Erkennung von ARP-Spoofing.

RoamSwitch Sensor: a dedicated LAN sensor node with ARP sweep and passive ARP monitoring, IoT risk classification, active vulnerability audit of paired RoamSwitch endpoints, and pairing-code (Ed25519, fixed IP) pairing

🛡️ Aktives Schwachstellen-Audit (nur gekoppelte Endpunkte)

Vollständiger Portscan → Prüfung bekannter Signaturen (unauthentifizierte Redis/dockerd/Memcached/MongoDB/Elasticsearch/CouchDB/Jenkins/VNC-Exposition, SMBv1 und fehlende SMB-Signierung, RDP ohne NLA, offenes SMTP-Relay usw.) → generisches Banner-Grabbing → ergänzender nmap-NSE-Scan — vier Phasen, komplett zerstörungsfrei.

📋 Netzwerkzusammensetzung erfassen (aktiver ARP-Sweep)

Findet die Geräte im LAN mit einem ARP-Sweep. Daraus entsteht ein Inventar mit IP, MAC, Hostname, Hersteller, Online-Status, Erst-/Letztsichtung und IP-Verlauf; pro Gerät lässt sich frei Name oder Zweck notieren. Geräte ohne Notiz werden als prüfungsbedürftig hervorgehoben, sodass die Liste auch zum Abgleich mit Ihrer Inventarliste dient. Ohne nmap fällt der Sensor auf einen passiven Modus zurück, der nur Geräte zeigt, mit denen er selbst kommuniziert hat.

👁️ ARP-Ereignisse mit „Nächste Schritte“

Neu auftauchende Geräte und MAC-Änderungen bei einer bekannten IP (Hinweis auf ARP-Spoofing) werden mit Zeitstempel, Schweregrad (kritisch bis Info), Begründung, Beteiligten und konkreten Prüfschritten angezeigt. Eine MAC-Änderung bei der Gateway-IP gilt als kritisch. Mit der optionalen passiven Erfassung erkennt der Sensor außerdem ein Gerät, das ARP-Anfragen für viele IPs sendet (interne Aufklärung).

🔎 Überblick über andere LAN-Geräte & verdächtiges Verhalten (nur Erkennung)

Zeigt als Referenzinformation: MAC-Hersteller und Gerätekategorie, Modellerkennung über mDNS/SSDP/DHCP-Selbstauskünfte, Verbindungen zu bekannten bösartigen IPs oder Admin-Ports, Anzeichen für Botnet-/DDoS-Beteiligung (viele Ziele) sowie für DNS-Tunneling/C2. Das meiste erfordert die optionale passive Erfassung (z. B. Mirror-Port); der Sensor blockiert nie Datenverkehr.

🔑 Pairing per Code (Ed25519, feste IP)

Vertraut standardmäßig niemandem. Die Eingabe des 10 Minuten gültigen, einmaligen Pairing-Codes, den der Sensor-Betreiber ausgestellt hat, zusammen mit der festen IP-Adresse des Sensors, stellt in einem einzigen Schritt gegenseitiges Vertrauen in beide Richtungen her. Public Keys werden automatisch ausgetauscht, Sie müssen sie also nicht vorab kennen. Keine Cloud-Registrierung oder Konto nötig.

📅 Geplante Audits und Änderungserkennung (optional)

Prüft alle gekoppelten Endpunkte automatisch nach Zeitplan und zeigt, was sich seit dem vorherigen Audit geändert hat – neue Befunde, behobene und neu geöffnete Ports. Sind alle zuvor offenen Ports plötzlich nicht mehr sichtbar, gilt das als vermutlich nicht erreichbar, nicht als behoben. Auch unbeaufsichtigt bestätigt der Sensor vor und nach jedem Audit, dass die MAC-Adresse des Endpunkts noch die bei seiner Authentifizierung ist, und überspringt das Audit, wenn die IP an ein anderes Gerät gegangen ist. Standardmäßig aus; Intervall und Zeitfenster stellen Sie ein.

📣 Benachrichtigungen und Audit-Nachweise (optional)

Regressionen, neue Geräte, ARP-Spoofing u. a. lassen sich an Webhooks (Slack, Discord, Teams und andere) und syslog (RFC 5424) melden. Kopplung, Aufhebung, Audits und Konfigurationsänderungen werden mit dem Verursacher in einem manipulationssicheren Betriebsprotokoll (Hash-Kette) festgehalten; Audit-Ergebnisse, Geräteinventar und Protokoll lassen sich als CSV, JSON oder HTML-Bericht (im Browser als PDF speichern) exportieren. Jedes Ziel legen Sie selbst fest; standardmäßig wird nichts gesendet.

🗂️ Mehrere Sensoren zusammenführen (zentraler Collector, optional)

Für Organisationen mit Sensoren an mehreren Standorten ist ein zentraler Collector enthalten, der signierte Zusammenfassungen sammelt (standardmäßig deaktiviert). Er bietet ein Dashboard pro Standort und CSV-Export und erkennt, wenn das Audit-Protokoll eines Sensors abgeschnitten oder zurückgesetzt wurde. Er akzeptiert nur signierte Anfragen registrierter Sensoren und lässt sich ohne TLS nicht über das LAN hinaus erreichbar machen.

Falls der Sensor selbst gegen Angriffe gehärtet werden muss, empfehlen wir, RoamSwitch for Linux Server Edition separat auf derselben Maschine zu installieren — beide laufen als vollständig unabhängige Prozesse.

Beispiel eines Audit-Berichts

Beispiel für den Bericht, den roamswitch-sensor export all --format html (in der TUI die Taste e) erzeugt. Es ist eine einzelne HTML-Datei: im Browser öffnen und „Als PDF speichern“ wählen, um ein PDF für Prüfer zu erhalten.

Alle gezeigten Rechnernamen, MAC-Adressen, IP-Adressen und Schlüssel sind frei erfunden. Der Berichtstext wird auf Japanisch oder Englisch erzeugt (außer in der japanischen Ansicht wird die englische Fassung gezeigt).

Vollständigen Verifizierungsleitfaden ansehen →