💡 Offizielle FAQ

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten auf häufige Fragen zu RoamSwitch für Mac und Linux: Zero-Telemetry-Architektur, autonome Verteidigung, Systemkompatibilität und AI/MCP-Integration.

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🍎 Grundlagen & Kernkonzepte

Q1. Was ist RoamSwitch für Mac?
RoamSwitch für Mac ist eine Zero-Trust-Software zur autonomen Netzwerkverteidigung und Sicherheitsdiagnose für macOS, die nach dem strikten Zero-Telemetry-Prinzip (keinerlei externe Datenübertragung) arbeitet. Sie bietet eine automatische Umschaltung des macOS-Kernel-Paketfilters (pf) in Millisekunden je nach Wi-Fi-Umgebung, Canary-gestützte Ransomware-Erkennung mit Air-Gap-Netzwerkisolation, Schutz vor LAN-Exposition lokaler Entwicklungsserver, automatisches Blockieren unbekannter Ports, Abwehr unautorisierter USB-Speicher und BadUSB-Tastaturen, eine 18-Punkte-Sicherheitsdiagnose und schreibgeschützte KI-Integration via MCP.
Q2. Was ist der Unterschied zwischen der Free- und der Pro Lifetime-Edition?
Die Free-Edition umfasst zeitlich unbegrenzt automatische Wi-Fi-Erkennung, 3-stufige pf-Profilumschaltung, automatisches Beenden/Wiederherstellen von Freigabediensten, 18-Punkte-Sicherheitsprüfung, Wi-Fi-Verschlüsselungswarnungen und Port-/USB-Geräteüberwachung (nur Anzeige). Die Pro Lifetime-Edition (19,99 $ / 2.980 ¥ Einmalkauf, lebenslang kostenlose Updates) bietet zusätzlich Ransomware-Erkennung & Air-Gap-Isolation, LAN-Expositionsisolation für Entwicklungsserver, automatisches Blockieren anomaler Ports, automatische Abwehr von ARP-Spoofing, präventives Gateway-ARP/NDP-Pinning, automatischen VPN-Tunnel + Kill-Switch (WireGuard/Tailscale), BadUSB- und USB-Speicherschutz, Web-/Mail-Downloadschutz mit automatischer ClamAV-Quarantäne, Erkennung gefährlicher KI-Modelle (.pkl), DNS-Bedrohungsschutz, Link-Schutz (/etc/hosts-Sinkholing), Link-Sicherheitsaudit, Zwischenablage-Schutz für API-Schlüssel, automatisches Deaktivieren von Bluetooth in unsicheren Netzwerken, autonome Patrouillen, CSV/JSON-Export und Nutzung auf 2 Macs pro Lizenz.
Q3. Wie unterscheidet sich RoamSwitch von herkömmlichen Antivirenprogrammen oder Little Snitch?
Während klassische Antivirenprogramme passiv nach bekannten Signaturen suchen, reagiert RoamSwitch in Millisekunden auf Änderungen der Netzwerkumgebung und sperrt Ports und Freigabedienste autonom auf Kernelebene (pf). Im Gegensatz zu dialogintensiven Firewalls wie Little Snitch bietet RoamSwitch nach einmaliger Konfiguration vertrauenswürdiger Netzwerke eine Zero-Click-Autonomie ohne ständige Genehmigungspopups.
Q4. Wie wird die Zero-Telemetry-Garantie technisch verifiziert?
RoamSwitch enthält keinerlei Analyse-, Tracking- oder Telemetriecode. Der Entwickler Lafine veröffentlicht ein detailliertes Sicherheits-Whitepaper mit genauen Prüfanleitungen, sodass Benutzer mit Tools wie Wireshark oder tcpdump unabhängig überprüfen können, dass keine Daten übertragen werden.

⚙️ Funktionen & Spezifikationen

Q5. Was ist die automatische Umschaltung von Sicherheitsprofilen (pf-Steuerung)?
RoamSwitch identifiziert verbundene Wi-Fi-Netzwerke anhand der Gateway-MAC-Adresse (BSSID) und SSID in Millisekunden und wendet automatisch eines von drei macOS-Paketfilterprofilen (pf) an: Vertrauenswürdig (Zuhause/Büro), Balanced (Standardschutz) oder Lockdown (Öffentliches Wi-Fi). In Cafés oder Hotels werden unberechtigte eingehende Ports sofort geschlossen.
Q6. Wie funktionieren Ransomware-Erkennung und Air-Gap-Isolation?
Mithilfe von Canary-Dateien in Schlüsselordnern (Schreibtisch, Dokumente, Downloads) und FSEvents-Überwachung von Massenänderungen und Verschlüsselungsentropie friert RoamSwitch verdächtige Prozesse via SIGSTOP sofort ein, trennt alle Netzwerkschnittstellen (pf Air-Gap) und stoppt Freigabedienste, um eine Ausbreitung im LAN und auf Time Machine-Backups zu verhindern.
Q7. Was ist die LAN-Expositionsisolation für lokale Entwicklungsserver?
Wenn lokale Entwicklungsserver (Vite, Next.js) oder KI-Backends (Ollama, LM Studio) an 0.0.0.0 binden, sind sie für jeden im selben Wi-Fi erreichbar. RoamSwitch erkennt diese Ports und blockiert Zugriffe aus dem lokalen Subnetz, während localhost uneingeschränkt erreichbar bleibt.
Q8. Wie funktioniert die automatische Steuerung von Freigabediensten?
Auch wenn Dienste wie SSH, SMB-Dateifreigabe, VNC-Bildschirmfreigabe oder AirDrop zu Hause aktiv sind, stoppt RoamSwitch eingehende Verbindungen automatisch beim Verbinden mit einem nicht vertrauenswürdigen Wi-Fi und stellt sie im vertrauten Netzwerk wieder her.
Q9. Was sind der unautorisierte USB-Speicherschutz und der BadUSB-Tastaturschutz?
Nicht registrierte USB-Speicher werden automatisch ausgeworfen (oder schreibgeschützt zur ClamAV-Prüfung vorgehalten). Bei BadUSB-Geräten (z. B. Rubber Ducky), die Tastatureingaben in Höchstgeschwindigkeit injizieren, fängt RoamSwitch Tastenanschläge vorübergehend ab und verlangt eine Benutzerbestätigung.
Q10. Was sind ARP-Spoofing-Erkennung und präventives Gateway-Pinning?
RoamSwitch überwacht Netzwerke kontinuierlich auf Man-in-the-Middle-Angriffe (MitM). Bei Erkennung wird eine sofortige Air-Gap-Trennung ausgelöst. Zudem werden beim Beitritt zu unsicheren Netzwerken Gateway- und DNS-MAC-Adressen im Neighbor-Cache fixiert, um ARP/NDP-Poisoning im Keim zu ersticken.
Q11. Was sind DNS-Bedrohungsschutz und Web-/Mail-Downloadschutz?
DNS-Anfragen an bekannte C2- und Phishing-Server werden lokal blockiert (Quad9/Cloudflare/AdGuard). Heruntergeladene Dateien und riskante KI-Modelle (.pkl/.pt) werden über FSEvents sofort erkannt und mit ClamAV gescannt und isoliert.
Q12. Was sind Link Audit und passiver Link-Schutz?
Vor dem Klick auf verdächtige Links löst Link Audit Kurz-URLs auf, prüft Weiterleitungsketten und Homoglyphen-Täuschungen lokal ohne Telemetrie. Bestätigte Phishing-Domains werden automatisch via /etc/hosts umgeleitet (Sinkholing).

💻 Systemanforderungen, Installation & Konfiguration

Q13. Welche macOS-Versionen und Prozessorarchitekturen werden unterstützt?
macOS 13 Ventura oder neuer. Exklusiv für Apple Silicon Macs (M1, M2, M3, M4 und neuer). Intel-basierte Macs werden nicht unterstützt.
Q14. Warum wird RoamSwitch als .dmg und nicht über den Mac App Store verteilt?
Die Kernfunktionen (Millisekunden-Steuerung des Kernel-Paketfilters pf und der SMAppService-Dämon) sind durch die Sandbox-Richtlinien des Mac App Store nicht gestattet. Das .dmg ist offiziell mit Apple-Entwicklerzertifikaten signiert und von Apple notariell beglaubigt (Notarization).
Q15. Was tun bei der Meldung 'Helper connection failed' oder 'Operation not permitted'?
Öffnen Sie Systemeinstellungen → Allgemein → Anmeldeobjekte & Erweiterungen und aktivieren Sie RoamSwitch unter 'Im Hintergrund erlauben'. Stellen Sie sicher, dass die App im Ordner /Programme liegt, und starten Sie sie neu.
Q16. Beim Aktivieren der Antivirenfunktion fragt RoamSwitch nach Zugriff auf meine Ordner „Schreibtisch“ und „Downloads“. Ist das ein Anzeichen für schädliches Verhalten?
Nein, das ist kein schädliches Verhalten. Die Funktion Web- & E-Mail-Schutz scannt Dateien, die über Browser oder E-Mail heruntergeladen werden, sofort nach dem Download und fragt dafür über das normale macOS-Berechtigungssystem nach Zugriff auf die Ordner „Schreibtisch“, „Downloads“ und „Dokumente“. RoamSwitch erklärt dies in der App, bevor die Abfrage erscheint – es handelt sich um eine reguläre Systemberechtigung (TCC), keinen unautorisierten Zugriff. Das Scannen erfolgt vollständig auf Ihrem Mac; Dateiinhalte werden niemals an einen externen Server gesendet (Zero Telemetry). Wenn Sie diese Berechtigung nicht erteilen möchten, können Sie die Funktion deaktiviert lassen – andere Schutzfunktionen (z. B. der DNS-Bedrohungsschutz) funktionieren weiterhin normal.
Q17. Kann die Lizenz übertragen oder auf mehreren Macs genutzt werden?
Eine Pro Lifetime-Lizenz berechtigt zur Nutzung auf bis zu 2 Macs desselben Benutzers. Zur Übertragung auf einen neuen Mac deaktivieren Sie die Lizenz auf dem alten Gerät oder kontaktieren Sie den Support.

🤖 Sicherheitsprüfung, KI-Integration (MCP) & Entwicklertools

Q18. Was prüft die 15-Punkte-Sicherheitsdiagnose für Mac?
Sie überprüft 18 kritische macOS-Sicherheitsparameter: FileVault-Verschlüsselung, SIP (System Integrity Protection), Gatekeeper, automatische Updates, XProtect-Status, macOS-Firewall, Stealth-Modus, Wi-Fi-Sicherheit, ARP-Status und exponierte Ports, und berechnet einen Sicherheits-Score (0–100).
Q19. Was ist der integrierte MCP-Server und welche KI-Tools können ihn nutzen?
Es ist eine Implementierung des Model Context Protocol (MCP), mit der KI-Assistenten wie Claude Desktop, Claude Code, Cursor, OpenCode und Google Antigravity den Sicherheitsstatus Ihres Macs direkt und sicher abfragen können.
Q20. Besteht das Risiko, dass KIs über MCP Systemeinstellungen manipulieren?
Nein. Der MCP-Server (RoamSwitchMCPServer) arbeitet streng schreibgeschützt über lokales stdio. Selbst bei Prompt-Injection-Angriffen kann die KI keine Firewalleinstellungen ändern oder Systembefehle ausführen.
Q21. Können eigene Swift-Apps oder Skripte RoamSwitch-Daten abfragen?
Ja. Wir stellen das offizielle Open-Source-Swift-SDK RoamSwitchKit (SPM-kompatibel) bereit. Mit wenigen Zeilen asynchronem Swift-Code können Sicherheitsberichte, offene Ports und Schutzstatus ausgelesen werden.
Q22. Meine USB-Tastatur funktioniert plötzlich nicht mehr. Ist sie defekt?
A. Vermutlich nicht defekt — RoamSwitchs „Rogue-USB-/BadUSB-Tastaturschutz“ hat möglicherweise eine nicht registrierte Tastatur erkannt und blockiert deren Eingabe vorübergehend. Wählen Sie im beim Anschließen erscheinenden Freigabedialog „Zulassen“, danach funktioniert die Tastatur normal (falls Sie den Dialog verpasst haben, Tastatur aus- und wieder einstecken). Nach 3 Minuten ohne Reaktion wird die Eingabe automatisch freigegeben. Prüfen Sie andernfalls die Zulassungsliste unter „USB-/BadUSB-Schutzeinstellungen…“ im Menü.
Q23. Was genau unterscheidet die Schutzstufen (Vertraut, Standardschutz, Maximaler Lockdown)? Kann ich das Internet auch im Lockdown nutzen?
A. Ja — normaler ausgehender Datenverkehr wie Webbrowsing, E-Mail und Chat wird auf keiner Schutzstufe eingeschränkt. Die drei Stufen unterscheiden sich darin, wie viel unaufgeforderten eingehenden Datenverkehr sie zulassen. 🟢 Vertraut deaktiviert die Firewall und erlaubt zusätzlich Freigabedienste (SSH/SMB/Bildschirmfreigabe) und AirDrop. 🟡 Standardschutz nutzt Firewall und Stealth-Modus, um externe Abfragen zu blockieren, während Freigabedienste verfügbar bleiben. 🔴 Maximaler Lockdown blockiert die Firewall vollständig, aktiviert den Stealth-Modus und deaktiviert zusätzlich Freigabedienste und AirDrop. Auf keiner Stufe wird von Ihnen selbst initiierter Datenverkehr wie Browsing blockiert.

🐧 Grundlagen & Kernkonzepte

Q1. Was ist RoamSwitch für Linux?
RoamSwitch für Linux ist eine kostenlose Zero-Trust-Sicherheitssoftware zur autonomen Netzwerkverteidigung und Systemprüfung unter Linux mit strikter Zero-Telemetry-Architektur. Sie vereint automatische nftables-Profilumschaltung, Ransomware-Isolation, 24-Punkte-Systemprüfung und MCP-KI-Integration in einer leichtgewichtigen Binärdatei.
Q2. Wie unterscheidet sich RoamSwitch von Tools wie ClamAV oder Lynis?
Während bestehende Programme passive Datei-Scans oder manuelle Audits durchführen, fokussiert sich RoamSwitch auf autonome Echtzeit-Automatisierung: blitzschnelle nftables-Regelanpassung bei Netzwerkwechseln und automatische Isolierung bei Bedrohungen.
Q3. Ist RoamSwitch für Linux Open Source (OSS)?
Die Kern-Binärdatei ist proprietäre Freeware (Community Edition, Closed Source). Die Client-SDKs (Rust/Python) und MCP-Definitionen sind jedoch als Open Source auf GitHub verfügbar.
Q4. Wie lässt sich die Sicherheit der Closed-Source-Binärdatei überprüfen?
Lafine legt die genauen Prüfmethoden für Paketmitschnitte und Systemaufrufe in einem Whitepaper offen. Nutzer können mit tcpdump oder eBPF selbst nachprüfen, dass keinerlei externe Datenübertragungen stattfinden.

⚙️ Funktionen & Spezifikationen

Q5. Was bedeutet 'Zero-Telemetry' in der Praxis?
Es garantiert, dass niemals Sicherheitsprotokolle, Systemdaten, Verbindungsdaten oder Prüfergebnisse an externe Server (einschließlich Lafine) gesendet werden. Die gesamte Verarbeitung erfolgt zu 100 % lokal auf Ihrem Linux-System.
Q6. Was ist die autonome Umschaltung von nftables-Profilen?
RoamSwitch prüft die Gateway-MAC-Adresse des Netzwerks in Millisekunden und aktiviert automatisch maßgeschneiderte nftables-Regeln für Zuhause (Trusted), Büro (Balanced) oder öffentliche Netzwerke (Lockdown).
Q7. Wie funktioniert die autonome Ransomware-Isolation?
Über Canary-Dateien und fanotify/inotify mit Shannon-Entropieanalyse erkennt RoamSwitch plötzliche Verschlüsselungsmuster, friert den betreffenden Prozess per SIGSTOP ein und kappt über nftables sofort den Netzwerkverkehr (Air-Gap).
Q8. Wie funktionieren USB- und BadUSB-Schutz?
Beim Anschließen unautorisierter USB-Speicher blockiert udev das Einhängen bis zur Bestätigung. Bei BadUSB-Geräten greift evdev (EVIOCGRAB) Tastatureingaben temporär exklusiv ab und zeigt einen Bestätigungsdialog an, ohne den physischen Port zu trennen.
Q9. Wie funktionieren VPN-Auto-Tunnel und Kill-Switch?
In unsicheren Netzwerken wird automatisch ein WireGuard- (.conf) oder Tailscale-Tunnel (Exit Node) aufgebaut. Der nftables-Kill-Switch verhindert zuverlässig Klartext-Datenlecks (fail-closed, Opt-in).
Q10. Was ist der passive Link-Schutz (Phishing-Blockierung)?
Ziel-Hostnamen werden aus lokalen DNS-Anfragen, TLS SNI und HTTP-Host-Headern extrahiert und mit lokalen Bedrohungslisten abgeglichen, um Phishing-Verbindungen zu blockieren (ohne URLs an Cloud-Dienste zu senden).

💻 Betriebsumgebung & unterstützte Systeme

Q11. Welche Linux-Distributionen werden unterstützt?
Ubuntu 22.04/24.04, Debian 12+, Linux Mint, Pop!_OS, Fedora, RHEL, CentOS Stream, openSUSE, Arch Linux und Raspberry Pi OS (64-Bit) – alle Distributionen mit systemd und nftables.
Q12. Wie wird RoamSwitch unter Linux installiert?
Über offizielle Repositories: APT für Ubuntu/Debian (lafine.net/apt), DNF für Fedora/RHEL (lafine.net/rpm), zypper für openSUSE (lafine.net/rpm) sowie PKGBUILD / signierte Tarballs für Arch Linux (lafine.net/linux/dl/).
Q13. Funktioniert RoamSwitch auch in Headless-Umgebungen (CLI/CUI)?
Ja. Neben einer nativen GTK-Oberfläche und Tray-Icon stehen alle Funktionen über den Hintergrund-Dämon, die CLI 'roamswitch' und das MCP-Interface uneingeschränkt zur Verfügung.
Q14. Kann RoamSwitch auf Linux-Servern eingesetzt werden?
Die Client Edition (dieser Tab) ist für Roaming-Geräte optimiert – Workstations und Laptops, die zwischen Netzwerken wechseln. Für einen Cloud-VPS oder Server im Rechenzentrum verwenden Sie stattdessen das dedizierte, headless roamswitch-server-Paket (ebenfalls kostenlos, separat verteilt). Es enthält serverspezifische Funktionen wie eingehendes Default Drop, Schutz vor SSH-Aussperrung und eBPF-Einbruchserkennung. Details finden Sie im Tab „🖧 Linux Server Edition".
Q15. Ist eine dedizierte Server-Edition geplant?
Ja, es ist bereits veröffentlicht und wie die Client Edition kostenlos nutzbar (Community Edition, alle Funktionen enthalten, keine Lizenzaktivierung erforderlich). Die Installation erfolgt separat als roamswitch-server-Paket über APT / DNF / zypper / AUR.

🤖 Diagnose & KI-Integration (MCP)

Q16. Was beinhaltet die 24-Punkte-Sicherheitsdiagnose (MCP-Audit)?
Sie analysiert 24 Parameter: Secure Boot, LUKS-Verschlüsselung, LSM (AppArmor/SELinux), Sicherheitsupdates, SSH/Sudo-Härtung, sysctl-Kernel-Parameter, offene Ports, Browser-Sicherheit, ARP-Pinning und DNS-Schutz (Score: 0–100).
Q17. Wie können die Diagnoseergebnisse eingesehen werden?
Über das GTK-Dashboard oder im Terminal mit dem Befehl 'roamswitch status' für einen detaillierten Textbericht.
Q18. Was ist der integrierte MCP-Server?
roamswitch-mcp ist eine standardisierte Schnittstelle, über die KI-Modelle wie ChatGPT, Claude, Cursor und Antigravity den Linux-Sicherheitsstatus sicher abfragen können.
Q19. Welche Workflows ermöglicht die KI-Integration via MCP?
Fragen Sie die KI auf Deutsch: 'Wie steht es um meine Systemsicherheit?' oder 'Gibt es gefährliche offene Ports?' Die KI analysiert die lokalen Diagnosedaten und liefert präzise Handlungsempfehlungen.
Q20. Können KIs über MCP Systemeinstellungen verändern?
Nein. Der Server arbeitet rein lokal über stdio und ist strikt schreibgeschützt (Read-Only). KIs können weder Firewall-Regeln anpassen noch Systemdateien modifizieren.
Q21. Meine USB-Tastatur funktioniert plötzlich nicht mehr. Ist sie defekt?
A. Vermutlich nicht defekt — RoamSwitchs BadUSB-Tastaturschutz blockiert möglicherweise vorübergehend die Eingaben einer nicht auf der Zulassungsliste stehenden Tastatur und zeigt einen Freigabedialog an. Wählen Sie dort „Zulassen“, um die Tastatur zu registrieren und die Eingabe wiederherzustellen. Erfolgt innerhalb von 3 Minuten keine Reaktion, wird die Eingabe automatisch freigegeben (damit ein Headless-System nie ausgesperrt bleibt). Falls der Dialog nicht erscheint, Tastatur aus- und wieder einstecken.
Q22. Was genau unterscheidet die Schutzstufen (open, balanced, lockdown)? Kann ich das Internet im lockdown-Modus noch nutzen?
A. Ja — ausgehender Datenverkehr wie Webbrowsing und Paket-Updates wird auf keiner Schutzstufe eingeschränkt. Die drei Stufen unterscheiden sich darin, wie viel unaufgeforderten eingehenden Datenverkehr nftables zulässt. open ist für ein Heimnetzwerk gedacht und erlaubt lokalen Datenverkehr. balanced eignet sich für Arbeitsnetzwerke oder Tethering — es überwacht verdächtige Ports, ohne die normale Nutzung zu behindern. lockdown ist für öffentliches WLAN gedacht und blockiert im Stealth-Modus jeglichen eingehenden Datenverkehr. Auf keiner Stufe wird von Ihnen selbst initiierter Datenverkehr (Browsing, ausgehende SSH-Client-Verbindungen usw.) blockiert.

🖧 Grundlagen & Preise

F1. Was ist RoamSwitch Server Edition?
Eine vollständig headless (ohne jede GUI-Abhängigkeit) autonome Verteidigungs- und Sicherheits-Suite für Cloud-VPS, On-Premise-Rechenzentren und Container-Hosts. Sie wird als eigenes Paket und eigene Binärdatei, roamswitch-server, getrennt von der Client Edition (roamswitch) bereitgestellt. Sie bietet eingehendes Default Drop, Schutz vor SSH-Aussperrung, eBPF-Einbruchserkennung, kritische-Pfad-FIM (Manipulationsüberwachung), Egress-/C2-Blockierung und Notfallbenachrichtigungen – alles in einem einzigen leichtgewichtigen systemd-Daemon.
F2. Was unterscheidet die Client Edition (Desktop) von der Server Edition?
Die Client Edition konzentriert sich auf Roaming: Sie erkennt Änderungen des WLANs, mit dem Sie verbunden sind (per Gateway-MAC), und wechselt autonom zwischen drei Firewall-Profilen. Die Server Edition geht von keiner Netzwerkmigration aus und setzt stattdessen standardmäßig auf ein dauerhaft aktives eingehendes Default Drop, mit Schutz des SSH-Verwaltungspfads, Verhinderung von Container-Port-Exposition und Kernel-Ebene-eBPF-Einbruchserkennung (Falco oder Tetragon) – Bedrohungen, die speziell für dauerhaft laufende Server relevant sind. Es gibt keine GUI und kein Tray-Symbol; die Bedienung erfolgt über die CLI (den Befehl roamswitch), Konfigurationsdateien und MCP.
F3. Was kostet die Server Edition?
Wie bei der Client Edition ist die Community Edition kostenlos, enthält alle Funktionen und erfordert keine Lizenzaktivierung. Organisationen, die mehrere Server zentral verwalten möchten, können den kostenpflichtigen RoamSwitch-Business-Tarif hinzubuchen (Fleet-Management, signierte Richtlinienverteilung, SLA-Support) – die Verteidigungsfunktionen auf Endpunktseite selbst sind jedoch identisch mit der kostenlosen Version.
F4. Bleibt Zero-Telemetry (keine externe Kommunikation) auch bei der Server Edition erhalten?
Ja. Kommunikationsinhalte, Verbindungsverlauf und Diagnoseergebnisse werden niemals nach außen übertragen. Die einzige Ausnahme ist die Update-Prüfung über den Paketmanager Ihres Betriebssystems (apt/dnf/zypper). Dies wird zur Build-Zeit durch ein Audit-Skript (audit_no_network.sh) verifiziert; die vollständigen Details sind im Sicherheits-Whitepaper zur Server Edition veröffentlicht.

⚙️ Installation & Ersteinrichtung

F5. Welche Linux-Distributionen werden unterstützt?
Unterstützt werden Ubuntu 22.04/24.04, Debian 12+, Fedora, RHEL, Rocky Linux, AlmaLinux, openSUSE und Arch Linux (jeweils vorausgesetzt: systemd + nftables). Sowohl x86_64 als auch aarch64 (einschließlich AWS Graviton) werden unterstützt.
F6. Wie erfolgt die Installation?
Die Installation erfolgt aus denselben offiziellen Repositories wie bei der Client Edition, lediglich mit einem anderen Paketnamen: sudo apt install roamswitch-server (Ubuntu/Debian), sudo dnf install roamswitch-server (Fedora/RHEL-Familie), sudo zypper install roamswitch-server (openSUSE). Da das Paket in gegenseitigem Conflicts-Verhältnis zur Client Edition (roamswitch) steht, können beide nicht gleichzeitig auf demselben Host installiert werden.
F7. Was sollte ich nach der Installation zuerst tun?
Starten Sie den interaktiven Einrichtungsassistenten mit sudo roamswitch server setup. Er führt Sie nacheinander durch den SSH-Verwaltungsport, die IP-Adressen für den Wartungszugang, die Kanäle für Notfallbenachrichtigungen (Telegram/LINE/Webhook) sowie die bei einem kritischen eBPF-Ereignis auszuführende Aktion (isolate/freeze/alert_only) und sendet abschließend eine Testbenachrichtigung sowie startet den Dienst neu.
F8. Was muss ich tun, damit eine direkt bearbeitete Konfigurationsdatei wirksam wird?
Führen Sie nach dem Bearbeiten von /etc/roamswitch/server.conf den Befehl sudo roamswitch server restart aus. Die Unit roamswitch-server.service unterstützt kein Neuladen der Konfiguration über systemctl reload – nur ein vollständiger restart ist möglich.
F9. Was ist guard.yaml? Ist die Datei erforderlich?
Dies ist optional. Wenn Sie /etc/roamswitch/guard.yaml anlegen, können Sie für jeden Schweregrad von Falco/Tetragon (warning/error/critical/emergency) eine eigene Eindämmungsaktion (nur Benachrichtigung / Prozess isolieren / gesamten Host isolieren) sowie einen eigenen Safety-Timer festlegen. Existiert die Datei nicht, wird automatisch eine gleichwertige Richtlinie aus action_on_critical in server.conf zusammengestellt, sodass bestehende Installationen davon unberührt bleiben. Eine Vorlage liegt unter /etc/roamswitch/guard.yaml.example.

🔥 Firewall & Schutz vor SSH-Aussperrung

F10. Was bedeutet „eingehendes Default Drop"?
Von der Installation an werden alle eingehenden Verbindungen abgelehnt, außer den in allowed_ports (Standard 80, 443) explizit erlaubten Ports. So wird verhindert, dass ein unbeabsichtigt offener Verwaltungs- oder Debug-Port versehentlich im Internet exponiert wird.
F11. Besteht die Gefahr, durch eine Fehlkonfiguration per SSH ausgesperrt zu werden?
Es gibt mehrere Schutzebenen: (1) Bestehende ESTABLISHED/RELATED-Verbindungssitzungen bleiben stets erhalten. (2) ssh_ports (Standard 22) wird bedingungslos immer erlaubt. (3) Selbst bei einer Notfall-Host-Isolation (Air-Gap) bleibt dank preserve_ssh_on_isolation=true (Standard) die SSH-Sitzung des Administrators erhalten. (4) Bei ungültiger Konfigurationssyntax oder einem fehlgeschlagenen nftables-Laden erfolgt automatisch ein Rollback auf den zuletzt funktionierenden Regelsatz.
F12. Werden auch die Ports von Docker-/Podman-Containern geschützt?
Ja. Docker erstellt bei Verwendung der Option -p standardmäßig eigene iptables-Regeln, wodurch die Standard-Firewall des Hosts umgangen und ein Container-Port direkt im Internet exponiert werden kann. Mit protect_docker_ports=true (Standard) fügt RoamSwitch eine Prüfregel am Anfang der DOCKER-USER-Chain ein, sodass auch für Container bestimmter Datenverkehr den Richtlinien von allowed_ports / whitelist_ips unterliegt.
F13. Was tun, wenn ich mich versehentlich selbst ausgesperrt habe?
Melden Sie sich über die Web-Verwaltungskonsole Ihres Cloud-Anbieters (VNC-/Serial-Konsole) an und führen Sie sudo roamswitch emergency-restore aus, um die Firewall auf die zuletzt funktionierende Baseline zurückzusetzen und jede Notfallisolation aufzuheben, oder führen Sie sudo systemctl stop roamswitch-server aus, um den Dienst vollständig zu stoppen.

Bedrohungserkennung & autonome Reaktion

F14. Was ist der eBPF-Runtime-Guard? Was unterscheidet Falco und Tetragon?
Diese Funktion arbeitet mit im Kernel-Space laufenden eBPF-Sensoren zusammen und erkennt Reverse Shells, Privilege Escalation und Container-Ausbrüche in Echtzeit. Der Standardsensor ist Falco (JSONL über einen UNIX-Domain-Socket), aber mit sensor.type: tetragon in guard.yaml lässt sich auf Cilium Tetragon (natives gRPC über denselben UNIX-Socket) umschalten. Keiner der beiden öffnet einen neuen Listening-Port.
F15. Was passiert tatsächlich, wenn eine kritische Bedrohung erkannt wird?
Je nach action_on_critical (oder der Richtlinie in guard.yaml) wird automatisch eine der folgenden Aktionen ausgelöst: isolate (den betroffenen Prozess vom Netzwerk isolieren), freeze (den Prozess per SIGSTOP einfrieren und zugleich vom Netzwerk isolieren) oder alert_only (nur benachrichtigen). Mit kill_process: true wird zusätzlich zur Isolation auch SIGKILL gesendet. Grundlegende Daemons – init, Container-Runtimes, Paketmanager und weitere – sind über eine Liste geschützter Prozesse stets von Einfrieren und Beenden ausgenommen.
F16. Was ist der Safety-Timer?
Es handelt sich um die Karenzzeit nach Auslösen einer Notfall-Host-Isolation (Air-Gap), innerhalb derer der Administrator dies mit sudo roamswitch server ack bestätigen muss (safety_timer_secs in guard.yaml, Standard 300 Sekunden). Bleibt die Bestätigung aus, stellt RoamSwitch den Netzwerkzugriff automatisch wieder her, damit ein Fehlalarm den Server nicht auf unbestimmte Zeit vom Netz trennt.
F17. Wie funktioniert die kritische-Pfad-FIM (Dateimanipulationsüberwachung) genau?
Es werden SHA-256-Hashes von über 150 kritischen Binärdateien, Authentifizierungskonfigurationen und systemd-Units überwacht. Dateien werden einzeln über fanotify (FAN_CLASS_NOTIF)-Schreibabschluss-Ereignisse überwacht, sodass eine Manipulation im Moment ihres Auftretens erkannt wird, statt auf den nächsten periodischen Scan zu warten (der als Rückfallebene weiterhin besteht). Bei einem legitimen OS-Paket-Update wird die Baseline automatisch neu synchronisiert – über den DPkg::Post-Invoke-Hook unter Debian/Ubuntu bzw. die systemd.path-Unit unter Fedora/RHEL/openSUSE –, um Fehlalarme zu vermeiden.
F18. Was sind die Ransomware-Köderdateien (Canaries)?
Diese Funktion prüft periodisch die Integrität von Köderdateien, die in Web-Roots (/var/www, /srv usw.) platziert werden. Wird eine Köderdatei unbefugt verändert oder verschlüsselt, identifiziert RoamSwitch den zugreifenden Prozess, friert ihn ein, isoliert ihn und sendet eine Notfallbenachrichtigung an den Administrator.
F19. Was sind Egress-Blockierung und der DNS-Sinkhole?
Egress-Blockierung (egress_ip_blocklist_enabled, Standard true, ohne eingespielten Feed wirkungslos) blockiert ausgehende Verbindungen zu bekannten bösartigen IP-Adressen über nftables. Der DNS-Sinkhole (dns_sinkhole_enabled, Standard false, um interne DNS- bzw. Split-Horizon-Umgebungen nicht zu beeinträchtigen) erzwingt die Auflösung über einen filternden DNS-Resolver (Quad9/Cloudflare/AdGuard/CleanBrowsing) und unterbindet so auch die Auflösung bösartiger Domains.

📢 Benachrichtigungen, Betrieb & Diagnose

F20. Welche Kanäle werden für Notfallbenachrichtigungen unterstützt?
Unterstützt werden Telegram Bot, die LINE Messaging API sowie generische Webhooks (Slack / Discord / Microsoft Teams / Ihre eigene Monitoring-Plattform). Bei schwerwiegenden Vorfällen – unautorisierte Port-Exposition, FIM-Manipulation, eBPF-Bedrohungserkennung oder eine ausgelöste Notfallisolation – werden Benachrichtigungen sofort versendet. Mit roamswitch server test-notify können Sie Ihre Konfiguration überprüfen.
F21. Was tun, wenn die Telegram-Testbenachrichtigung „chat not found" anzeigt?
In den meisten Fällen fehlt der Chat-ID der Supergruppe das erforderliche -100-Präfix (z. B. -1001234567890). Den korrekten Wert finden Sie im Feld "chat":{"id":...} der Antwort von curl -s "https://api.telegram.org/bot<token>/getUpdates".
F22. Was wird bei der „30-Punkte-Sicherheitsdiagnose" geprüft?
Dies lässt sich mit roamswitch status --server ausführen. Es prüft in einem Durchgang 30 an den CIS Benchmark angelehnte Punkte – Firewall-Status, Frag-Gap-Schutz (Deaktivierung unprivilegierter User-Namespaces), Yama-LSM-Speicherschutz, Berechtigungen kritischer Dateien, Docker-Exposition und mehr – und zeigt einen Sicherheits-Score von 0 bis 100 sowie eine Bewertungsnote (S bis C) an.
F23. Besteht das Risiko, dass eine KI über den MCP-Server eigenmächtig meine Firewall-Einstellungen ändert?
Nein. Der mitgelieferte roamswitch-mcp ist als „strikt schreibgeschützt" konzipiert (nur Tools zum Abrufen von Status und für Audits). Selbst wenn die Logs einer Webanwendung eine bösartige Prompt-Injection enthielten, könnte ein KI-Agent darüber weder die Firewall öffnen noch eine Isolation aufheben. Richtlinienänderungen und das Aufheben eines eingefrorenen Prozesses erfordern immer die explizite Ausführung eines Befehls über ein lokales TTY (ein SSH-Terminal).

🏢 Lizenzierung & Ausblick

F24. Was bietet der kostenpflichtige RoamSwitch-Business-Tarif zusätzlich?
Hinzukommen: „Fleet-Management" – die Registrierung mehrerer Server über ein Ed25519-signiertes Organisations-Token und die Aggregation von Schutzniveau, Diagnose-Score und Richtlinienstatus über periodische Check-ins; „signierte Richtlinienverteilung" – die gebündelte Verteilung von Trust-Netzwerken und erzwungenen Werten jedes Guards als signiertes JSON; ein mit einem organisationseigenen GPG-Schlüssel signiertes privates APT-/RPM-Repository; sowie vertragsbasierter SLA-Support. Die Verteidigungsfunktionen auf Endpunktseite selbst sind vollständig identisch mit der kostenlosen Version.
F25. Gibt es Pläne zur Unterstützung von Container-Orchestrierungsplattformen wie Kubernetes?
Derzeit richtet sich dies an eigenständige Docker-/Podman-Hosts. Die Richtlinienverteilung und Auditierung über einen gesamten Kubernetes-Cluster hinweg wird als mögliche künftige Erweiterung der Business-Fleet-Management-Funktionen geprüft. Für individuelle Anfragen wenden Sie sich bitte an unseren Support-Kontakt.
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